TagesbogenFasten nach der Uhr

Intervallfasten 16:8 im Alltag

Kurz gesagt

  • Beim Intervallfasten 16:8 wechseln täglich 16 Stunden Essenspause mit einem achtstündigen Essensfenster.
  • Laut Gesundheitsportal ist der Effekt auf das Körpergewicht mit einer herkömmlichen Kalorienbeschränkung vergleichbar und dieser nicht überlegen.
  • Frühe und späte Essensfenster lassen sich unterschiedlich mit Arbeit und Familienmahlzeiten verbinden.
  • Bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist vorab ärztlicher Rat nötig; Schwangerschaft, Stillzeit und Essstörungen sprechen gegen einen eigenständigen Versuch.

Intervallfasten-Rechner

Ihr Essensfenster auf der 24-Stunden-Uhr und eine Woche zum Einsteigen

Methode
0 h6 h12 h18 h16:812:00–20:00
EssenFastenMahlzeit

Ihr Essensfenster: 12:00 bis 20:00, danach 16 Stunden nur Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee.

  1. Erste Mahlzeit
  2. Zweite Mahlzeit
  3. Letzte Mahlzeit

Ihre Woche (Balken = 0 bis 24 Uhr, gelb = essen)

  1. Mo08:00
    20:00
    12 h
  2. Di08:00
    20:00
    12 h
  3. Mi10:00
    20:00
    14 h
  4. Do10:00
    20:00
    14 h
  5. Fr12:00
    20:00
    16 h
  6. Sa12:00
    20:00
    16 h
  7. So12:00
    20:00
    16 h

5:2: zwei Fastentage pro Woche mit etwa ein Viertel der üblichen Energiezufuhr, laut dge.de, oege.at, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov. 16:8 heißt 16 Stunden fasten und 8 Stunden essen; Intervallfasten beginnt bei zwölf Stunden ohne Essen (gesundheit.gv.at). Die Einstiegswoche und die Mahlzeitenzeiten sind ein Planungsbeispiel, keine Empfehlung aus Studien. Bei Diabetes, Medikamenten, Schwangerschaft oder Essstörung vorher ärztlich abklären. Wer nicht fasten sollte

Beim Intervallfasten 16:8 wechseln täglich 16 Stunden Essenspause mit einem achtstündigen Essensfenster. Die nächtliche Schlafenszeit zählt zur Pause, deshalb lässt sich das Essensfenster am Vormittag oder zu Mittag öffnen. Die folgenden Beispiele und Alternativen unterstützen Sie bei der Einteilung, ohne daraus ein starres Erfolgsversprechen abzuleiten.

Vor dem Start: Bei Vorerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme ist vorab eine ärztliche Abklärung erforderlich. Laut Gesundheitsportal ist Fasten für Schwangere und Stillende, untergewichtige Menschen, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen sowie bei Essstörungen nicht geeignet.

Bei Diabetes und blutzuckersenkenden Medikamenten ist die ärztliche Abklärung besonders wichtig, denn bestimmte Medikamente müssen beim Fasten unter Umständen anders dosiert werden. Passen Sie Einnahmezeiten oder Dosierungen niemals eigenmächtig an ein verändertes Essensfenster an.

Gesichert ist, dass Intervallfasten beim Abnehmen einer herkömmlichen Kalorienbeschränkung nicht überlegen ist. Zwei randomisierte Studien zu Essensfenstern, die TREAT-Studie von 2020 mit 116 Teilnehmenden und die NEJM-Studie von 2022 mit 139 Teilnehmenden, fanden keinen Vorteil. Begrenzt ist die Evidenz für eine vorbeugende Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einen Einfluss auf den Blutzucker, beides ist laut Gesundheitsportal nicht eindeutig belegt; Langzeitstudien fehlen laut DGE, und die Cochrane-Übersicht von 2026 umfasst Studien bis zu 12 Monaten. Unbelegt sind Behauptungen, wonach die Methode chronische Krankheiten heile.

Wie funktionieren 16 Stunden Pause und acht Stunden Essenszeit?

Laut dem österreichischen Gesundheitsportal umfasst das Intervallfasten 16:8 eine 16-stündige Pause und ein achtstündiges Essensfenster. Diese Definition führt das Portal mit Stand vom 20. Mai 2025 an. Das Verfahren zählt zum Intervallfasten, das laut Gesundheitsportal bedeutet, immer wieder mindestens zwölf Stunden auf Nahrung zu verzichten.

Die Fastenpause beginnt nach der letzten Mahlzeit am Vorabend und endet mit dem ersten Bissen am Folgetag. In der TREAT-Studie war in dieser Zeit jede Energiezufuhr untersagt, erlaubt waren nur kalorienfreie Getränke wie Wasser oder ungesüßter Tee. Milchkaffee, Fruchtsäfte oder gezuckerte Getränke liefern Energie und gehören deshalb in das Essensfenster.

Das achtstündige Fenster bedeutet nicht, dass Sie pausenlos essen sollten. Sie müssen auch nicht auf das Frühstück verzichten, denn das Fenster lässt sich nach vorne verschieben.

Welche frühen und späten Tagesbeispiele gibt es?

Die folgenden Uhrzeiten dienen als Orientierung im Alltag und sind Planungsbeispiele, keine Empfehlungen aus Studien. Sie ersetzen keine ärztlich abgestimmte Planung für Ihre persönliche Situation. Das Fenster von 12:00 bis 20:00 Uhr entspricht dem Protokoll der TREAT-Studie, das von 8:00 bis 16:00 Uhr dem der NEJM-Studie.

Alltag Essensfenster und Mahlzeiten Grenze Alternative
Frühaufstehende 07:00 bis 15:00 Uhr: Frühstück um 07:00, warmes Mittagessen um 12:00, kleine Jause um 14:30 Uhr. Danach Essenspause bis zum nächsten Morgen. Ein gemeinsames Abendessen entfällt. Die Nachmittagsjause ersetzt bei hohem Bedarf keine vollwertige Mahlzeit. Das Zeitfenster auf 08:00 bis 16:00 Uhr verschieben oder eine kürzere Fastenzeit wählen.
Büroalltag 12:00 bis 20:00 Uhr: vormittags kalorienfreie Getränke, Mittagessen um 12:00, bei Bedarf eine Nachmittagsjause, Abendessen um 19:00 Uhr. Ohne gewohntes Frühstück beobachten Sie, wie Sie sich am Vormittag fühlen. Ein früheres Fenster von 08:00 bis 16:00 Uhr nutzen, sofern der frühe Feierabend dazu passt.
Familienabend 13:00 bis 21:00 Uhr: erste Mahlzeit um 13:00, gemeinsames warmes Abendessen um 19:30 oder 20:00 Uhr. Die letzte Mahlzeit liegt spät am Abend. Das gemeinsame Abendessen vorziehen oder die Essenspause an Familientagen flexibel verkürzen.

Welche Variante passt, hängt von Ihrem Tagesablauf ab. Prüfen Sie vor allem, ob Sie sich leistungsfähig fühlen und Ihre Mahlzeiten ausreichend sättigen.

Wie lassen sich Arbeit und Familienessen berücksichtigen?

Richten Sie die Essenszeiten an Ihren unveränderlichen Terminen im Kalender aus. Dazu zählen Schichtzeiten, Schulwege der Kinder, gemeinsame Mahlzeiten im Haushalt und anstrengende Arbeitsphasen. Wenn ein Schema regelmäßig zu Konflikten mit Ihrer Familie oder Kollegenschaft führt, verfehlt es seinen Zweck.

Bei unregelmäßigen Arbeitszeiten oder Nachtschichten passt ein festes Schema oft nicht. Erzwingen Sie in fordernden Nachtdiensten keine Essenspausen, falls dabei Schwindel oder starke Leistungseinbrüche auftreten. Ihre Sicherheit am Arbeitsplatz und Ihr körperliches Befinden stehen immer vor starren Stundenregeln.

Bei familiären Einladungen oder Festen können Sie das Zeitfenster jederzeit flexibel verschieben oder unterbrechen. Setzen Sie Ihren gewohnten Rhythmus am Folgetag einfach fort, ohne versäumte Fastenstunden nachholen zu wollen.

Was gehört zu ausgewogenen Mahlzeiten?

Laut der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung verbietet Intervallfasten keine Lebensmittel in den Essphasen. Die DGE weist darauf hin, dass allein durch Intervallfasten in der Regel keine Ernährungsumstellung hin zu einer günstigen Lebensmittelauswahl stattfindet. Ein festgelegter Zeitrahmen sagt deshalb nichts über die Qualität der Mahlzeiten.

Beispiele für ein Essensfenster sind etwa Haferflocken mit Naturjoghurt und frischen Marillen zum Frühstück. Zu Mittag passen gekochte Erdäpfel mit saisonalem Gemüse, Pflanzenöl und Hülsenfrüchten wie Linsen oder Kichererbsen. Für eine Jause zwischendurch passt ein Vollkornbrot mit frischem Topfen und aufgeschnittenen Paradeisern an. Diese Zusammenstellungen sind Anregungen ohne Nährstoffbewertung und ersetzen keinen individuell abgestimmten Ernährungsplan.

Eine Kalorienvorgabe gehört laut Gesundheitsportal nicht zur Definition von 16:8, es geht um 16 Stunden Pause und acht Stunden Essenszeit. Essen Sie im Fenster ausreichend und sättigend und kürzen Sie die Menge nicht, nur weil weniger Stunden zum Essen bleiben. Bei anhaltendem Heißhunger sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder einem Diätologen.

Was tun bei Hunger, Schwindel oder Konzentrationsproblemen?

Körperliche Warnsignale wie anhaltender Schwindel sind kein Zeichen dafür, dass das Fasten wirkt. Trinken Sie bei leichtem Hungergefühl zunächst ein Glas Wasser oder eine Tasse ungesüßten Tee. Sollte das Hungergefühl nicht nachlassen, dürfen Sie die Fastenpause jederzeit vorzeitig beenden.

Bei Schwindel oder Konzentrationsstörungen, die die ÖGE bei strengem Fasten als mögliche unerwünschte Wirkungen nennt, sollten Sie nicht bis zum Ablauf der 16 Stunden ausharren. Essen Sie in diesem Fall zeitnah eine Kleinigkeit.

Brechen Sie den Fastenversuch ab, wenn ausgeprägter Schwindel oder wiederholte Kreislaufprobleme auftreten, und klären Sie die Beschwerden ärztlich ab. Gleiches gilt, wenn das Essensfenster Essanfälle oder spürbaren seelischen Druck auslöst. In einem Notfall wählen Sie in Österreich die Rettung unter 144.

Wann ist ein kürzeres Fastenfenster sinnvoller?

Eine kürzere Pause ist sinnvoll, wenn 16 Stunden Ihren gewohnten Lebensrhythmus spürbar belasten. Niemand muss körperliche Beeinträchtigungen ertragen, um eine starre Stundenzahl auf der Uhr zu erzwingen.

Intervallfasten beginnt laut Gesundheitsportal bei mindestens zwölf Stunden Nahrungsverzicht, eine kürzere Pause als 16 Stunden ist also möglich. Der Rechner oben bietet dafür eine Einstiegswoche, die bei zwölf Stunden beginnt; sie ist ein Planungsbeispiel. Steigern Sie die Dauer nur, wenn Sie sich während der Pause durchgehend wohlfühlen. Liegen medizinische Gegenanzeigen vor, schützt auch eine verkürzte Fastenzeit nicht vor gesundheitlichen Risiken.

Führen Sie die Methode nur fort, wenn sie sich mit ausreichender Ernährung und entspannten gemeinsamen Mahlzeiten verbinden lässt. Gelingt das nicht, spricht nichts dafür, an festen Zeitfenstern festzuhalten, denn für das Gewicht ist Intervallfasten laut Gesundheitsportal einer herkömmlichen Kalorienbeschränkung nicht überlegen.

Schritt für Schritt

  1. Sicherheit zuerst prüfen

    Klären Sie Erkrankungen und Medikamente vorab ärztlich ab. Bei Untergewicht, Schwangerschaft, Stillzeit oder aktuellen beziehungsweise früheren Essstörungen beginnen Sie nicht eigenständig.

  2. Alltag als Ausgangspunkt nehmen

    Notieren Sie Arbeitsbeginn, notwendige Konzentrationsphasen und gemeinsame Mahlzeiten. Wählen Sie ein dazu passendes Essensfenster.

  3. Mahlzeiten vorbereiten

    Planen Sie vollständige Mahlzeiten und bei Bedarf eine Jause. Halten Sie Wasser und ungesüßten Tee bereit.

  4. Verträglichkeit beobachten

    Achten Sie auf Hunger, Konzentration, Kreislauf und psychischen Druck. Verkürzen oder beenden Sie die Essenspause bei Beschwerden.

Häufige Fragen

Muss ich beim Intervallfasten Kalorien zählen?

Die Methode selbst verlangt kein Kalorienzählen. In der TREAT-Studie (12 Wochen) war 16:8 ohne weitere Maßnahmen nicht wirksamer für das Abnehmen als Essen über den ganzen Tag. In der NEJM-Studie (12 Monate) brachte ein Essensfenster von 8 bis 16 Uhr keinen Vorteil gegenüber Kalorienrestriktion allein.

Ist ein frühes Essensfenster grundsätzlich besser als ein spätes?

Einen Vergleich von frühem und spätem Essensfenster belegen die hier verwendeten Quellen nicht. Die TREAT-Studie (Essen 12:00 bis 20:00) und die NEJM-Studie (Essen 8:00 bis 16:00) fanden jeweils keinen Gewichtsvorteil gegenüber der Vergleichsgruppe. Wählen Sie das Fenster, das zu Ihrem Alltag passt.

Ist beim Intervallfasten jedes Lebensmittel erlaubt?

Laut ÖGE verbietet Intervallfasten keine Lebensmittel in den Essphasen. Die DGE weist darauf hin, dass allein durch Intervallfasten in der Regel keine Ernährungsumstellung hin zu einer günstigen Lebensmittelauswahl stattfindet.

Weiterlesen

Woher wir das wissen

  1. Fasten | Gesundheitsportal
  2. Fasten | ÖGE
  3. Intervallfasten | DGE
  4. Lowe et al., JAMA Internal Medicine 2020 (TREAT-Studie, 16:8)
  5. Liu et al., New England Journal of Medicine 2022
  6. Garegnani et al., Cochrane Database of Systematic Reviews 2026
  7. Wichtige Notrufnummern | Gesundheitsportal

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft, Stillzeit oder Essstörungen sollten Sie nicht auf eigene Faust fasten. Bei gesundheitlichen Fragen erreichen Sie in Österreich die Gesundheitsberatung unter 1450, bei einem medizinischen Notfall die Rettung unter 144 oder den Euronotruf unter 112.