14:10, 18:6 und 5:2 im Vergleich
Kurz gesagt
- 14:10 und 18:6 bezeichnen tägliche Essensfenster, während 5:2 die Energiezufuhr an ausgewählten Wochentagen einschränkt.
- Laut DGE wird bei 5:2 an den eingeschränkten Tagen etwa ein Viertel der üblichen Energiezufuhr aufgenommen.
- Metaanalysen zeigen beim Abnehmen keinen Vorteil gegenüber einer kontinuierlichen Kalorienreduktion.
- Bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist vorab ärztlicher Rat erforderlich; Schwangerschaft, Stillzeit und Essstörungen sprechen gegen eigenständiges Fasten.
Intervallfasten-Rechner
Ihr Essensfenster auf der 24-Stunden-Uhr und eine Woche zum Einsteigen
Ihr Essensfenster: 07:30 bis 17:30, danach 14 Stunden nur Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee.
- Erste Mahlzeit
- Zweite Mahlzeit
- Letzte Mahlzeit
Ihre Woche (Balken = 0 bis 24 Uhr, gelb = essen)
- Mo07:30
17:3014 h - Di07:30
17:3014 h - Mi07:30
17:3014 h - Do07:30
17:3014 h - Fr07:30
17:3014 h - Sa07:30
17:3014 h - So07:30
17:3014 h
5:2: zwei Fastentage pro Woche mit etwa ein Viertel der üblichen Energiezufuhr, laut dge.de, oege.at, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov. 16:8 heißt 16 Stunden fasten und 8 Stunden essen; Intervallfasten beginnt bei zwölf Stunden ohne Essen (gesundheit.gv.at). Die Einstiegswoche und die Mahlzeitenzeiten sind ein Planungsbeispiel, keine Empfehlung aus Studien. Bei Diabetes, Medikamenten, Schwangerschaft oder Essstörung vorher ärztlich abklären. Wer nicht fasten sollte
Beim Intervallfasten 14:10 begrenzen Sie Ihre tägliche Nahrungsaufnahme auf ein zehnstündiges Essensfenster. Im Vergleich dazu verlangt die Einteilung 18:6 eine Pause von 18 Stunden. Die Methode 5:2 arbeitet hingegen mit zwei Wochentagen, an denen Sie die Energiezufuhr stark verringern. Ein Vorteil gegenüber einer gewöhnlichen Kalorienreduktion ist für keine dieser Varianten belegt. Für Ihre Wahl zählen vor allem die persönliche Belastung und die Vereinbarkeit mit Ihrem gewohnten Tagesablauf.
Wann sollte man auf Fasten verzichten?
In der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Untergewicht oder Essstörungen ist Fasten nicht geeignet. Laut dem Portal gesundheit.gv.at ist Fasten ebenso bei Typ-1-Diabetes sowie Leber- und Nierenerkrankungen nicht geeignet. Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, ist vorab immer eine ärztliche Abklärung erforderlich.
Verändern Sie verordnete Medikamente oder deren Einnahmezeiten keinesfalls eigenmächtig, um ein geplantes Essensfenster einzuhalten. Eine Methode mit kürzerer Fastenpause wie 14:10 verringert bestehende gesundheitliche Risiken keineswegs automatisch. Auch ein scheinbar mildes Zeitfenster ersetzt keine fachärztliche Einschätzung.
Brechen Sie das Fasten bei Schwindel, starkem Unwohlsein oder Kreislaufproblemen sofort ab. Nehmen Sie Beschwerden ernst, denn sie sind Warnsignale des Körpers und kein Beleg für einen Fastenerfolg. Bei akuten Notfällen oder einem Kreislaufkollaps wählen Sie in Österreich direkt den Rettungsnotruf 144.
Wie unterscheiden sich 14:10 und 18:6?
Beim Intervallfasten wird laut gesundheit.gv.at immer wieder für mindestens zwölf Stunden auf Nahrungszufuhr verzichtet. Die Zahlenkombinationen 14:10 und 18:6 beschreiben jeweils die Stunden des Fastens und des Essens innerhalb eines Tages. Bei 14:10 fasten Sie demnach 14 Stunden und legen alle Mahlzeiten in ein zehnstündiges Zeitfenster. Bei 18:6 schrumpft diese Essensphase auf sechs Stunden zusammen.
In den herangezogenen Quellen von DGE, ÖGE und gesundheit.gv.at sind 14:10 und 18:6 nicht als eigene Methoden definiert. Sie dienen vielmehr als praktische Orientierung für den Alltag. Im Rechner oben können Sie verschiedene Uhrzeiten durchspielen, um die Vereinbarkeit mit Ihrem Tagesablauf zu prüfen.
Ein kurzes Essensfenster von sechs Stunden engt den Alltag und gemeinsame Mahlzeiten stark ein. Ein wissenschaftlicher Zusatznutzen gegenüber moderateren Fenstern ist dabei nicht belegt. Ein zehnstündiges Zeitfenster greift weniger stark in gewohnte Abläufe ein.
Warum ist 5:2 kein tägliches Essensfenster?
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der ÖGE verteilt die 5:2-Methode das Fasten auf ganze Wochentage. An fünf Tagen der Woche essen Sie ganz normal. An zwei Tagen schränken Sie die Energiezufuhr dagegen auf etwa ein Viertel der üblichen Menge ein.
Dieses Prinzip zielt auf die wöchentliche Energiebilanz ab, während die Uhrzeit der Mahlzeiten keine Rolle spielt. In der Studie von Harvie aus dem Jahr 2011 waren an den Fastentagen rund 650 Kilokalorien vorgesehen. Die DGE beschreibt die 2-Tage-Diät nach Harvie mit zwei aufeinanderfolgenden Tagen und höchstens 650 Kilokalorien, die 5:2-Diät nach Mosley mit einem festen Rhythmus, zum Beispiel montags und donnerstags.
Wie groß das wöchentliche Energiedefizit ausfällt, hängt auch davon ab, wie viel Sie an den fünf übrigen Tagen essen. Zwei Tage mit nur etwa einem Viertel der üblichen Energiezufuhr greifen zudem stärker in den Alltag ein als eine tägliche Fastenpause.
Was sagt die Evidenz zu längeren Fastenpausen?
Wissenschaftlich gesichert ist: Intervallfasten führt beim Abnehmen nicht zu besseren Ergebnissen als herkömmliche Ernährungsformen mit kontinuierlicher Kalorienreduktion. Mehrere Metaanalysen randomisierter Studien, etwa von Elortegui Pascual aus 2023 mit 24 Studien, fanden gegenüber einer kontinuierlichen Kalorienrestriktion einen ähnlichen Gewichtsverlust (Unterschied 0,26 Kilogramm, statistisch nicht bedeutsam). Das österreichische Portal gesundheit.gv.at betont ebenfalls, dass der Gewichtseffekt mit einer herkömmlichen Diät vergleichbar und dieser nicht überlegen ist.
Die wissenschaftliche Evidenz für langfristige gesundheitliche Vorteile bleibt begrenzt. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (18 Studien mit 1125 Erwachsenen, Suchstand Dezember 2019) fand keine Daten zu Sterblichkeit oder Herz-Kreislauf-Ereignissen und stufte die Vertrauenswürdigkeit der Evidenz als sehr niedrig bis niedrig ein. Die Cochrane-Übersicht von Garegnani und Mitarbeitenden aus 2026 (22 Studien, 1995 Teilnehmende) wertete Studien bis zu zwölf Monaten aus, laut DGE liegen zu Langzeitfolgen keine Studien vor. Laut DGE sagen zeitliche Vorgaben für Mahlzeiten außerdem nichts über die Auswahl der Lebensmittel aus.
Wissenschaftlich unbelegt bleibt die Vorstellung, dass längere Fastenpausen Krankheiten heilen könnten. Laut DGE sind klinische Humanstudien zum Intervallfasten gering an Zahl und nicht eindeutig. Belastbare Aussagen dazu, ab wie vielen Stunden bestimmte Wirkungen eintreten, sind daher nicht möglich.
Welche Methode passt eher zu wechselnden Arbeitszeiten?
Bei festen Arbeitszeiten lassen sich tägliche Zeitfenster meist verlässlich in den Tag einbauen. Bei wechselnden Schichten kann eine wochenbezogene Einteilung wie 5:2 organisatorisch einfacher sein. Die starke Einschränkung an den beiden Fastentagen kann jedoch den Arbeitsalltag zusätzlich belasten. Folgende Fragen unterstützen Sie bei der persönlichen Abwägung:
| Frage an Sie | Bedeutung für den Vergleich | Sinnvoller nächster Schritt |
|---|---|---|
| Bestehen Erkrankungen oder nehmen Sie Medikamente? | Vorerkrankungen wiegen schwerer als organisatorische Vorlieben. | Vorab ärztlich abklären lassen. |
| Sind Ihre Mahlzeiten täglich ähnlich planbar? | Ein tägliches Essensfenster lässt sich bei geregelten Zeiten leichter leben. | Pausenzeiten und Arbeitswege abgleichen. |
| Wechseln Ihre Schichten häufig? | Feste Uhrzeiten können bei Schichtarbeit zusätzlichen Druck erzeugen. | Fastenpausen nicht gegen den Schlafrhythmus erzwingen. |
| Möchten Sie Mahlzeiten zeitlich bündeln? | Dies spricht eher für tägliche Zeitfenster wie 14:10. | Ausreichend Zeit für nahrhafte Mahlzeiten einplanen. |
| Möchten Sie einzelne Tage stark reduzieren? | Dies entspricht dem Konzept von 5:2 mit etwa einem Viertel der üblichen Energiezufuhr. | Die körperliche Belastung an Arbeitstagen realistisch prüfen. |
| Treten Schwindel oder Kreislaufbeschwerden auf? | Das Ignorieren von Symptomen gefährdet Ihre Gesundheit. | Das Fasten sofort beenden und ärztlichen Rat einholen. |
Warum gibt es keine allgemein beste Fastendauer?
Forschungsarbeiten untersuchen ganz unterschiedliche Zeitfenster und Teilnehmergruppen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse lassen sich deshalb nicht in eine allgemeingültige Rangliste der besten Fastenstunden übersetzen. Ob ein kürzeres Essensfenster mehr bringt, lässt sich aus den Studien nicht ableiten.
Sie müssen ein Zeitfenster nicht schrittweise verengen, um vermeintlich höhere Wirkungsstufen zu erreichen. Entscheidend bleibt ausschließlich, ob die gewählte Einteilung gesundheitlich für Sie unbedenklich ist und sich dauerhaft in Ihren Alltag einfügt.
Prüfen Sie vor Beginn Ihre tatsächlichen Essensgelegenheiten bei der Arbeit sowie im Familienkreis. Sollten während des Fastens anhaltende Beschwerden oder starker Druck rund um das Essen entstehen, beenden Sie das Vorhaben umgehend.
Häufige Fragen
Darf ich während der Fastenpause Kaffee mit Milch trinken?
Milch liefert Energie und gehört deshalb nicht in eine als kalorienfrei geplante Fastenpause. Dazu passen laut DGE Wasser, Tee oder andere kalorienfreie Getränke.
Muss ich im Essensfenster Kalorien zählen?
Ein tägliches Essensfenster schreibt allein noch keine bestimmte Energiemenge vor. Für eine Gewichtsabnahme bleibt jedoch die insgesamt aufgenommene Energie entscheidend. Bei 5:2 gehört dagegen eine gezielte Einschränkung der Energiezufuhr zum Konzept.
Kann Intervallfasten eine Ernährungsumstellung ersetzen?
Nein. Laut DGE führt Intervallfasten allein in der Regel nicht zu einer günstigeren Lebensmittelauswahl. Ein eingehaltenes Essensfenster sagt daher noch nichts über die gesamte Ernährungsqualität aus.
Weiterlesen
Woher wir das wissen
- Intervallfasten | DGE
- Fasten | Gesundheitsportal
- Fasten | ÖGE
- Cochrane 2026: Intermittent fasting for weight loss (Garegnani et al.)
- Elortegui Pascual et al. 2023, Obesity: Intermittent fasting vs continuous energy restriction
- Harvie et al. 2011, Int J Obes: Intermittent vs continuous energy restriction
- Beugt die Beschränkung der Essenszeiten (Intervallfasten) Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor? | Cochrane
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft, Stillzeit oder Essstörungen sollten Sie nicht auf eigene Faust fasten. Bei gesundheitlichen Fragen erreichen Sie in Österreich die Gesundheitsberatung unter 1450, bei einem medizinischen Notfall die Rettung unter 144 oder den Euronotruf unter 112.